Wie lel arbeitet
lel kennt dich über Belege: einzelne, nachprüfbare Sätze über das, was du gemacht hast. Aus diesen Belegen entsteht jede Bewerbung — und nur aus ihnen. Diese Seite erklärt die Begriffe und den ganzen Ablauf.
Der Unterschied zu „schreib mir ein Anschreiben“ in einem Chat: lel darf nichts behaupten, was nicht in deinem Profil steht. Jede erzeugte Zeile ist einem Beleg zugeordnet, und was sich nicht zuordnen lässt, wird dir als Warnung gezeigt statt stillschweigend hübsch formuliert.
Belege, Fähigkeiten, Anforderungen, Abdeckung
Alles andere baut darauf auf. Wenn diese vier sitzen, verstehst du jede Anzeige in der App.
Ein nachprüfbarer Satz über dich
Die kleinste Einheit in lel. Ein Beleg ist keine Eigenschaft („teamfähig“), sondern etwas Konkretes, das passiert ist. Er entsteht beim Import deines Lebenslaufs und ist dort jederzeit nachbearbeitbar.
Belege haben eine Art: Kurzprofil, Erfolg, Projekt, Station (eine Anstellung mit Zeitraum) oder Sprache.
Ein Name plus seine Synonyme
Fähigkeiten verbinden deine Belege mit der Sprache der Ausschreibungen. Jede Fähigkeit hat einen Hauptnamen und beliebig viele Aliasse — Schreibweisen, die dasselbe meinen.
Steht in einer Anzeige „Google Ads“ und in deinem Beleg „SEA“, findet lel die Verbindung trotzdem.
Was die Stelle verlangt
lel liest jede Ausschreibung und trennt sie in einzelne Anforderungen auf — jeweils mit der Angabe, ob sie ein Muss oder ein Kann ist.
„Französisch von Vorteil“ · Kann
Welcher Beleg deckt welche Anforderung
Der eigentliche Abgleich. lel ordnet jeder Anforderung die Belege zu, die sie wirklich stützen — vollständig oder nur teilweise. Was du nicht belegen kannst, bleibt sichtbar offen.
Muss-Anforderungen zählen deutlich stärker als Kann-Anforderungen. Wer alle netten Zusätze erfüllt, aber keine einzige Muss-Anforderung, passt eben nicht zur Hälfte.
Von deinem Lebenslauf zur fertigen Bewerbung
-
Profil anlegen
Du lädst deinen Lebenslauf hoch (Word oder PDF). lel liest daraus deine Stationen, Erfolge und Fähigkeiten heraus und legt sie als Belege an. Du siehst jeden Vorschlag einzeln und entscheidest, was übernommen wird.
Diese Viertelstunde ist die wichtigste Investition: Je genauer deine Belege, desto besser jede spätere Bewerbung. Ergänzen kannst du jederzeit.
-
Suchprofil festlegen
Wonach suchst du: Wunschrollen, Pensum, Sprachen, Karrierestufe. Dazu die Orte, die für dich in Frage kommen — einer pro Zeile — und ein Umkreis in Kilometern. Und ob du Remote, hybrid oder vor Ort arbeiten willst.
-
Scan starten
lel holt neue Stellen von jobs.ch (und optional Adzuna sowie Karriereseiten, die du hinterlegst), wirft Doppelte weg und sortiert alles aus, was deine harten Kriterien verletzt. Nur was übrig bleibt, wird im Detail analysiert — das spart Zeit und Geld.
-
Bewertung ansehen
Jede verbleibende Stelle bekommt einen Wert zwischen 0 und 1 sowie eine Aufschlüsselung: welche Anforderung durch welchen Beleg gedeckt ist — und welche nicht. Genau diese Liste ist die ehrliche Antwort auf „passe ich hier?“.
-
Unterlagen erzeugen
Auf Knopfdruck entstehen ein auf die Stelle zugeschnittener Lebenslauf und ein Anschreiben — in deiner Word-Vorlage, mit deinem Layout. Anschliessend prüft lel jeden erzeugten Satz gegen deine Belege und zeigt dir alles an, was nicht gedeckt ist.
-
Entscheiden und verwalten
Vorgemerkt, beworben, aussortiert oder archiviert: Sobald du entschieden hast, verlässt die Stelle die Pipeline und lebt auf der Bewerbungs-Seite weiter. So zeigt dir die Startseite immer nur, was noch offen ist.
Was zählt — und was hart aussortiert
lel trennt zwei Dinge sauber: Was ja oder nein entscheidet, filtert hart. Was besser oder schlechter ist, fliesst in den Wert ein. Ort und Arbeitsform sind deshalb keine Punkte, sondern Bedingungen.
Harte Filter — diese Stellen erscheinen gar nicht
| Filter | Wirkung |
|---|---|
| Umkreis | Stellen ausserhalb des Radius um deine Orte fallen weg. Remote-Stellen sind ausgenommen; Orte ohne bekannte Koordinaten werden sicherheitshalber durchgelassen. |
| Ausland | Eindeutig ausländische Arbeitsorte fallen weg. |
| Arbeitsform | „Nur Vor Ort“ entfernt eindeutige Remote-Stellen, „Nur Remote“ das Gegenteil. Unklar oder hybrid gekennzeichnete bleiben. |
| Pensum | Kein Überlappen mit deinem Wunschpensum. |
| Sprache | Inserat in einer Sprache, die du mit „keine“ angegeben hast. |
| Ausschluss-Wörter | Deine eigenen Stoppwörter im Titel, z. B. „Trainee“. |
Der Wert — reine Passung zur Stelle
| Teil | Was er misst | Gewicht |
|---|---|---|
| Inhaltliche Ähnlichkeit | Wie nah der Text der Ausschreibung an deinem Profil liegt | 35 % |
| Belegte Anforderungen | Anteil der Anforderungen, den deine Belege decken (Muss zählt stärker) | 30 % |
| Rollen-Match | Wie gut der Jobtitel zu deinen Wunschrollen passt | 25 % |
| Aktualität | Wie frisch das Inserat ist | 5 % |
| Sprache | Wie gut dein Sprachniveau zur Inseratssprache passt | 5 % |
Zusätzlich wirkt die Karrierestufe als Multiplikator: Ein Titel, der klar nicht zu deiner Stufe passt, wertet den Gesamtwert ab.
Manche Portale liefern nur zwei Zeilen Text statt der ganzen Ausschreibung. Dann gibt es nichts, woran lel ehrlich messen könnte — und statt einer erfundenen Zahl steht dort ausdrücklich nicht bewertbar. Solche Stellen rutschen ans Ende der Liste, verschwinden aber nicht: Du kannst sie über den Link zur Original-Ausschreibung selbst beurteilen.
Zuschnitt in deiner eigenen Word-Vorlage
lel erzeugt kein fremdes Layout. Es füllt deine Word-Vorlage: Du hinterlegst je eine Datei für Lebenslauf und Anschreiben, in der Platzhalter stehen, an die der Text kommt.
- Kurzprofil — zwei bis drei Sätze Positionierung, zugeschnitten auf die Stelle.
- Relevante Erfolge — die Belege, die für genau diese Ausschreibung zählen, jeder als eigener Punkt.
- Anschreiben — Betreff und Absätze, ebenfalls aus deinen Belegen.
In der App findest du unter Profil jeweils eine Muster-Vorlage zum Herunterladen: ein fertiges Word-Dokument mit allen Platzhaltern, das du als Ausgangspunkt nehmen und frei umgestalten kannst. Du kommst damit auch dann wieder zu einer sauberen Datei, wenn deine eigene einmal verstellt ist. Eine Vorschau mit Beispieldaten und eine Prüfung der Platzhalter liegen direkt daneben.
Zu jeder erzeugten Bewerbung gehört eine Seite, die Zeile für Zeile zeigt, welcher Beleg dahintersteht — und welche Anforderungen der Stelle du nicht abdeckst. Praktisch für die Vorbereitung auf das Gespräch: Dort stehen genau die Fragen, die kommen werden.
Was lel bewusst nicht tut
- Nichts erfinden. Keine Fähigkeit, kein Erfolg, keine Zahl ohne Beleg in deinem Profil. Wenn die Belege für eine Stelle dünn sind, wird der Text kürzer — nicht kreativer.
- Nicht automatisch bewerben. lel verschickt nichts. Es bereitet vor, du entscheidest und schickst ab.
- Nicht raten, wo es nicht messen kann. Zu dünne Inserate heissen „nicht bewertbar“ statt eine Zahl zu erfinden.
- Keine Stelle heimlich verstecken. Was ein harter Filter aussortiert, ist mit Begründung einsehbar — du kannst die Kriterien jederzeit lockern.
Kurz beantwortet
- Warum finde ich keine Stellen aus Zürich, obwohl es welche gibt?
- Vermutlich liegt Zürich ausserhalb deines Umkreises. Erhöhe den Radius oder ergänze Zürich in der Ortsliste.
- Was kostet ein Scan?
- Nur der Verbrauch bei deinem Sprachmodell-Anbieter: rund 25 Rappen für einen Scan über 50 Stellen, wenige Rappen für einen zugeschnittenen Lebenslauf samt Anschreiben.
- Wo liegen meine Daten?
- Auf deinem PC. Profil, Stellen und Bewerbungen verlassen ihn nicht. An den Sprachmodell-Anbieter geht nur, was für den jeweiligen Text nötig ist.
- Muss ich Updates selbst installieren?
- Nein. lel prüft beim Start, ob es etwas Neues gibt, und aktualisiert sich selbst. Deine Daten bleiben dabei unangetastet.
- Kann ich meine Belege nachbearbeiten?
- Ja, jederzeit unter Profil — Belege ergänzen, umformulieren, löschen sowie Fähigkeiten und ihre Aliasse pflegen.